Mobile Video

Mobile-Reporting: Was Sie dafür benötigen

Ausrüstung für das Mobile Reporting

Im Artikel „Mobile-Reporting – Was versteht man darunter“ habe ich ja bereits ausführlich erklärt, dass es sich hierbei um eine alternative und doch auch sehr aktuelle Video-Produktionsmethode handelt, die jeder anwenden kann.

Sie fragen sich nun sicher „wie soll das gehen? Ich habe bisher nicht gefilmt, wieso ausgerechnet jetzt?“ – Ganz einfach!

Mobile-Reporting: Weil es so einfach ist!

Nie war filmen so einfach, wie heute. Und es wird noch einfacher. Aber zunächst von Anfang an.
Wenn Sie Besitzer und User eines Smartphones sind, haben sie bereits eine sehr ausgereifte und hochwertige Filmkamera immer bei sich. Häufig sprechen die Experten vom Fernsehstudio in der Hosentasche – ich nenne es mein Studio aus der „gelben Tasche“. Ganz klar, weil ich mein Video-Equipment immer in einer gelben Tasche mit mir trage. Aus einem modischen Sommer Accessoire ist ein Markenzeichen – mein Markenzeichen – geworden. Genauer gesagt hat mein Umfeld, meine Freunde, Bekannten und Partner, es dazu gemacht.

Das Smartphone – mehr Kamera als Telefon

Hand aufs Herz – Sie fotografieren sicher auch sehr viel mit ihrem Handy. Wer trägt heute schon noch eine große Kamera mit sich, wenn der Schnappschuss auch mit dem Handy festgehalten werden kann. (Anmerkung – ich spreche nicht von Profifotografen). Besonders spannend ist dabei die Tatsache, dass das Foto direkt geteilt werden kann. Entweder als persönliche Nachricht, über den Messenger oder gar öffentlich über eines der Social-Networks. Vielleicht pflegen sie sogar einen Instagram-Account.

Sicher haben sie auch bereits die ein oder andere Videosequenz von einer bewegten Szene aufgenommen und geteilt.

Nun – dann sind wir doch bereits mitten im Thema „Mobilevideo“.

Waren sie auch überrascht, wie gut die Qualität des Videoclips war?
Gerade die Smartphones der letzten zwei bis drei Generationen überraschen mit einem außerordentlichen Ergebnis. Es kommt nicht von ungefähr, dass sogar Fernsehsender, allen voran die BBC, in bestimmten Bereichen auf Handy-Videos setzen.

Sie können das auch. Haben sie bislang eher unbedacht einfach „draufgehalten“ und auf den Videobutton geklickt, so kann das Ergebnis um ein Vielfaches verbessert werden, wenn sie ganz bewusst filmen.

Was brauchen Sie für einen Videofilm

Sie benötigen eigentlich nichts weiter als ihr Smartphone. Ein Tablet ist ebenfalls geeignet. Da gerade in den vergangenen zwei Jahren die integrierten Kamera-Apps sehr verbessert wurden, können sie damit gut arbeiten. Und auch die eingebauten Mikrofone wurden aufgerüstet. Darüber hinaus wird zu jedem Smartphone ein Headset mitgeliefert. Über das integrierte Mikrofon im Headset lassen sich sehr gute Audioaufnahmen erzielen.

Mobile-Reporting: Das Basisequipment für MobileVideo

Halten wir nochmal fest, ihr Basisequipment für das Produzieren von Videos mit dem Handy umfasst das Smartphone, das Headset und die integrierte Kamera-App.

Übung macht den Meister

Und nun gilt es einfach zu üben. Testen sie aus, wie das Smartphone reagiert, auf was sie achten müssen und welche Aufnahmen ihnen am besten gefallen. Der große Vorteil vom Drehen mit dem Handy ist die unglaubliche Nähe, die man damit vermitteln kann. Sie können an viele Objekte viel näher rangehen mit der Handy-Kamera, als mit einer herkömmlichen Kamera. Probieren sie es einmal aus. Mein Lieblingsbeispiel und Rat ist: Gehen sie in den Garten und fotografieren oder filmen sie die Blüten im Wind, Blumen nach dem Regen, das Sonnenspiel in den Sträuchern oder auf der Wiese, kleine Krabbeltiere im Rasen. Testen sie zunächst nur die Bildeinstellungen. Sie werden sehen, wie schnell sie einen Erfolg und eine Verbesserung erkennen können.

Sicher helfen bestimmte Techniken und Tricks. Darüber schreibe ich in einem separaten Artikel.

Wackelbilder vermeiden

Der häufigste Kritikpunkt an Filmen von „Nicht-Profils“ sind wackelige Einstellungen. Eine Situation, die die meisten User und Betrachter stört. Oftmals können sie nicht greifen, was ihnen an einem Video gerade nicht gefällt. Ist die Geschichte stark genug, verzeiht der Zuschauer wackelige Bilder. Denken sie an die Amateurvideos in den Nachrichten, nach Katastrophen oder Unfällen.

Sind sie jedoch nicht in so einer Ausnahmesituation, dann sollten sie versuchen stabile Aufnahmen zu machen. Bewährt dabei ist das gute alte Stativ. Wie nun ein Handy auf ein Stativ schrauben?
Das geht ganz einfach mit verschiedenen Möglichkeiten.

Kleine Helfer verbessern die Aufnahmen

Die günstigste Variante ist der sogenannte Selfiestick.
Der Selfiestick hat eine Halterung in die das Smartphone eingeklemmt wird. Diese Halterung können sie vom Selfiestick selbst abschrauben. Das Gewinde der Halterung ist mit allen herkömmlichen Stativen kompatibel. Es war auch meine erste Investition um mein Handy zu fixieren. Und unabhängig davon, auch wenn der Selfiestick sehr in Verruf gekommen ist, durch die übermäßige Selbstdarstellung im Netz, so ist er doch sehr nützlich für ungewöhnliche Perspektiven.  Ich habe z.B. bei einer Großveranstaltung, weit ab von der Bühne mit Hilfe des Selfiesticks  stimmungsvolle Aufnahmen von den Akteuren und dem Publikum festhalten können. Zwischenzeitlich ist er zwar bei vielen Veranstaltungen verboten, dennoch gibt es Anlässe, bei denen er nützlich ist,  wie bei meinem Interview mit einer Reiterin auf einem außergewöhnlich großen Pferd.

Wenn sie etwas mehr investieren können oder möchten, dann kann ich das Shoulderpot empfehlen.
Dieser handliche kleine Griff hat gleich zwei Vorteile: 1. das Smartphone lässt sich super gut und stabil in der Hand halten, zusätzlich abgesichert mit einer Trageschlaufe, die man um das Handgelenk legt und 2. kann es damit ebenfalls direkt auf ein Stativ geschraubt werden.

Ich nutze es gerne auf Reisen, wie hier in Norwegen:

Shoulderpod für Mobile Reporting

Diese beiden Beispiele sind zwei günstige Einstiegsvarianten. Gerade zu Beginn, wenn sie noch nicht sicher sind, ob ihnen das mobile Filmen liegt und ob sie es weiter nutzen werden, sollten sie noch nicht so viel investieren.

Es gibt noch ausgefeiltere Produkte für MobileVideo, die dann aber in einem Preisbereich ab 100,– Euro liegen. Einige Beispiele werde ich in einem späteren Artikel vorstellen.

Ein stabiler Stand ist das A&O

Wichtig beim Filmen mit dem Smartphone ist jedoch immer, egal ob sie nun ein Stativ bei der Hand haben oder nicht, suchen sie stabilen Halt. Müssen sie einmal spontan filmen, dann gibt es sicher einen Stein, einen Tisch oder einen Zaun, wo sie das Handy auflegen können. Gerne genutzt sind auch einfach eine Wand oder ein Mast, an den sie das Smartphone links, oder rechts anlehnen um es zu stabilisieren.

Der gute Ton

Wie bereits oben erwähnt, sind die Mikrofone der aktuellen Smartphones sehr leistungsstark und qualitativ sehr gut. Sie sollten nur immer bedenken, dass die Mikrofone am unteren Ende des Handys sind. Das liegt nahe, wenn sie bedenken, wozu die Geräte ursprünglich gedacht waren – nämlich zum telefonieren.

Nehmen sie nur Landschaft oder bei einer Veranstaltung die allgemeine Atmosphäre auf, reicht der Ton mit dem eingebauten Mikro. Möchten sie selbst einen Kommentar aufnehmen oder gar einen Gesprächspartner befragen, dann können sie im ersten Schritt durchaus auf das Mikro der Headphones zurückgreifen. Wie es klingt, hören sie im Videobeispiel unten.

Es gibt verschiedene Angebote an Smartphone-kompatiblen Mikrofonen, die über die Klinkenbuchse für das Headset an das Handy angeschlossen werden.

Kostengünstig ist das Iris Cast. Es ist super klein. Preislich liegt es bei 39€.
und 49,– Euro – je nach Anbieter.

Die nächste Stufe wäre das Lavalier Mikrofon – also ein Anstecker von Rode – das smartLav+.

Es nimmt auch bei extemen Nebengeräuschen die Stimme des Sprechers sehr gut auf. Allerdings müssen sie hier schon mit einem Preis ab ca. 60,– Euro kalkulieren.

Eine weitere Alternative ist das sogenannte Handheld-Mikrofon, das iRig Mic. Für Interviews das passende Mikrofon, sowohl für IOS, als auch für Android-Geräte. In der Preisklasse rund um die 50€.

Alle Beispiele sind sowohl für IOS, als auch für Anroid-Geräte zu verwenden, lt. Auskunft des Herstellers. Meine Beispiele sind mit einem iPhone 6+ aufgenommen.

Bitte beachten sie, dass sie in den Einstellungen häufig noch die Nutzung einer externen Audioquelle aktivieren müssen.

Hörbeispiele:

Lassen sie sich bitte nicht von den Lautstärken irritieren, die können nach der Aufnahme noch angepasst werden. Aber das ist ein separates Thema.

Nun sollten sie gerüstet sein, für den ersten Ausflug mit der Mobile-Video-Cam. Probieren sie es einfach aus. Wenn die Aufnahme nicht gelingt, oder nicht gefällt, dann löschen sie sie und beginnen von neuem.

Viel Glück dabei! Und wenn sie Fragen haben, dann nutzen sie bitte die Kommentarfunktion hier unter dem Artikel oder kontaktieren mich über eines der Netzwerke. Ich helfe ihnen gerne weiter.

Meine Equipment Empfehlungen nochmal auf einen Blick:

[asa_de]B014D1N0CG[/asa]

[asa_de]B007517AKK[/asa]

[asa_de]B00EO4A7L0[/asa]

[asa_de]B004IA8F50[/asa]

Weitere nützliche Artikel zum Thema Mobile Reporting:

Mobilereporting – Was versteht man darunter?

Mobilereporting: Muss es Live-Streaming sein?

AMP Seite : Link zum Impressum
Heike Stiegler
Klein, aber fein und alles mobile! Als Bloggerin, Podcasterin, Journalistin,Social-Media-Managerin und Coach steht Mobilereporting für Heike Stiegler an oberster Stelle. Auf DMM bekommt ihr Fragen rund um Mobilevideo, Mobilepodcast und Social-Mobile von ihr beantwortet.
Weitere interessante Artikel
YouTube SEO – Der umfassende Guide
YouTube SEO – Der umfassende Guide
Mobilereporting im Online Marketing mit Mehrwert
Mobilereporting – Was versteht man darunter?
2 Comments
  • Iris Ollech Aug 2,2017 at 13:56

    Hallo zusammen, mir gefällt die Bildbearbeitung bei mobile-reporting-was-sie-dafuer-benoetigen/. Welches Programm haben Sie dafür benutzt?

    Schöne Grüße
    Iris Ollech

  • […] dafür brauchen ist ein Smartphone und ein klein bisschen Zusatzequipment. In unserem Artikel: „ Mobile Reporting: Was Sie dafür benötigen“ haben wir Ihnen alle nützlichen Helfer für mobile Videoproduktion […]

Kommentar hinterlassen

Ihr Kommentar*

Your Name*
Your Webpage