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Storytelling – Am Anfang steht eine Geschichte

Zuerst kommt die Geschichte, dann die Technik

Storytelling ist ein Modewort geworden. Es scheint in vielen Fällen als wäre es ein Zauberwort mit dem eine Geschichte noch besser bei den Lesern, Zuschauern oder Zuhörern ankommt.

Storytelling hat viele Gesichter

Doch ganz so einfach ist es nicht. Häufig gehen die Storyteller mit einer ganz bestimmten Vorstellung für ihre Geschichte zur Produktion. Der eine geht davon aus dass er einen Blogartikel drüber schreibt. Der andere macht einen Videofilm oder ein ganz anderer produziert einen Podcast. Dabei ist es gar nicht mehr gesagt dass diese drei Formate die ich hier genannt habe, zu einer Geschichte passen. Es ist immer ein wenig problematisch, zunächst vom Medium auszugehen um eine Geschichte zu erzählen. Wir kennen das natürlich es hat sich eingebürgert mit den klassischen Medien wie Fernsehen, Radio, Print. Jeder von diesen Dreien musste über  Jahrzehnte seine Zuschauer, sein Publikum unterhalten, informieren und dabei möglichst interessant sein.

Im digitalen Zeitalter ist jeder ein Publizist

Nun haben sich die Zeiten geändert. Spätestens ab dem Zeitpunkt da quasi jeder sein Hörfunk-, Fernsehstudio oder die eigene Zeitungsproduktion in der Tasche trägt, hat sich auch die Art des Storytelling geändert.

Wer nur über Technik spricht, hat keine Geschichten zu erzählen

Gerade in diesem Bereich höre ich häufig dass sehr viel über Technik gesprochen wird. Mit welchen Apps arbeitet ihr, nehmt ihr eine klassische Videokamera oder aber nutzt ihr DSLR Kameras oder gar das Smartphone? Diese Diskussionen könnte ich jetzt mit vielen Beispielen auch für die anderen Gewerke, wie ich es nenne, anreichern. Das macht gar keinen Unterschied ob hier ein Podcaster spricht oder ein klassischer Blogger, in dem Augenblick wo es dann auch noch um Mobilereporting geht, wird die Diskussion besonders spannend, intensiv und vor allem technisch.

Trainiere den Blick fürs Wesentliche

Häufig stelle ich fest, dass die Geschichte erst an zweiter, dritter oder vierter Stelle kommt. Zuvorderst geht es darum eine bestimmte Technik an zu wenden. Wenn ich diese Technik zur Verfügung habe, dann schaue ich ob ich eine Geschichte finde um die Technik anzuwenden. Natürlich ist es jetzt sehr überspitzt und provokant ausgedrückt. Doch ich kann das sagen, denn ich ertappe mich selbst bei solchen Gedanken. Da gibt es eine neue App ein neues Zubehör für mein Handy und es läuft mir einfach keine Geschichte über den Weg, die ich jetzt damit umsetzen könnte. Zwischenzeitlich habe ich mir an trainiert, diese Gedanken außer Acht zu lassen.

Am Anfang steht immer die Geschichte

Haben sie eine gute Geschichte, dann ergibt sich die Art der Umsetzung in der Regel ganz von selbst.

Darum probieren Sie es doch einfach mal aus. Überlegen sie zuerst worüber sie berichten möchten. Steht das Thema, dann prüfen sie wie und in welcher Form sie es umsetzen.

Wenn die sichere Story platzt

Manchmal, so ist es mir schon passiert, sind ganz sichere Geschichten bei der Umsetzung plötzlich nur schwer zu realisieren.

Ich hatte vor kurzem erst die Situation, dass ich ausgerüstet mit meinem kompletten Videoset, mit drahtlos Mikrofon und was man sich nur denken kann, gerüstet war. Als ich mit der Produktion beginnen wollte hieß es: “Nein darüber soll auf keinen Fall öffentlich berichtet werden.”  Nun ging es hierbei um ein wunderschönes Bild-Thema es war schon vorab in meinem Kopf ein fertiger Film entstanden, mit Interviews schönen Aufnahmen im Freien, spannenden Gesprächspartnern, aber der Film konnte nicht entstehen. Und dann ist die Frage was macht man mit der Situation. Fotos gingen natürlich auch nicht, denn nichts sollte öffentlich werden und insofern konnte ich weder den geplanten Film umsetzen noch einen Blogartikel schreiben mit schönen Fotos oder gar einen Podcast produzieren. Nachdem ich dann einige Tage darüber nachgegrübelt hatte, habe ich mich für einen ich nenne jetzt mal “Erlebnisbericht” entschieden. Ich habe einen Beitrag als Podcast aufgenommen mit dem Thema “wenn die Geschichte plötzlich platzt”.

Die Freiheit das Format zu ändern – zugunsten der Geschichte

Natürlich hätte ich diesen Podcast auch in geschriebener Form verfassen können. Klar ist aber auch, es hätte nie ein Video geben können. Mein kleines Erlebnis soll auch zeigen dass man sich am besten nicht zu sehr in ein Format-Korsett pressen sollte. Es schnürt einen schnell ein und man hat nicht mehr die Freiheit eine Alternative zu finden. Ich gebe zu ich war im ersten Moment sehr enttäuscht und ich war in meine Enttäuschung auch nicht bereit spontan eine Alternative zu finden. Es hat einige Tage gedauert bis ich zu einer Lösung gekommen bin. Mich hat die Situation nicht losgelassen und ich musste immer wieder darüber nachdenken. Das allein hat mich zuletzt zur Entscheidung gebracht, es auf diese Weise umzusetzen.

Hilfsmittel für individuelles Storytelling

Wir haben heute, Dank der Entwicklung der Technik, sehr viele Möglichkeiten Geschichten zu erzählen, nicht nur klassisch geschrieben, mit Audio oder Video. Es gibt tolle Möglichkeiten das zu kombinieren. Als Beispiel möchte ich mein bislang liebstes Tool anführen, Storehouse. Storehouse war eine perfekte Plattform um Geschichten in Kombination zu erzählen mit kleinen Videosequenzen mit tollen Bilddarstellungen und mit Audio unterlegt. Nun hat Storehouse leider den Dienst aufgegeben aber es gibt Alternativen. Ganz aktuell tut sich im Hause Adobe etwas. Mit Adobe Spark lassen sich ähnlich schöne Präsentationen gestalten, in denen die komplette Palette der Formate genutzt werden kann. Diese  Angebote geben die Möglichkeit auszuprobieren, was sich am besten anfühlt und wie es sich umsetzen lässt.

Natürlich ist es immer gut ein Konzept im Kopf zu haben wenn man die Produktion einer Geschichte, eines Films, eines Podcast angeht, oder wenn man bei einer Veranstaltung ist und einen Blogartikel schreiben möchte. Häufig stellt sich vor Ort dann alles anders dar, als man sich vorgenommen hat und dann ist ein schnelles Umdenken sehr hilfreich. Darstellungsformen wie bei Adobe Spark, Steller oder dem früheren Storehouse, helfen dabei ein Gefühl dafür zu entwickeln was für eine Message am besten funktioniert.

Durch Übung ein Gefühl für Formate entwickeln

Ich kann nur den Rat geben beginnen Sie bei z.B. Adobe Spark mit einer Bild-Text-Darstellung. Beim zweiten Versuch nehmen Sie ein anderes Medium dazu, entweder Bewegtbild oder Bilder, zu denen sie einen Text einsprechen.  Sie werden sehr schnell ein Gefühl dafür entwickeln, was gerade am besten passt. Mit ein wenig Routine und Übung wird bei der nächsten Produktion das wirklich Wesentliche am Anfang stehen nämlich die Story.

Bitte lassen Sie sich nicht durch Technik in eine Geschichte treiben, sondern lassen Sie die Geschichte erstmal wirken und wählen Sie dann mit Bedacht mit welcher Technik sie sie umsetzen und erzählen.

Jede Geschichte hat das Recht individuell dargestellt zu werden

Ja es gibt sie, die speziellen Seiten und Darstellungsformen nur für Video nur für Podcast oder auch nur für Blogs.  Ich habe aber noch nie gehört, dass festgelegt ist, dass gerade bei Bloggern ausschließlich ein Format verwendet werden darf. Und immer mehr und mehr Blogger gehen dazu über die gesamte Klaviatur zu spielen, Video, Audio, Bild und Text. Und das ist gut so, denn jede Geschichte hat ein Recht darauf individuell auf sie zugeschnitten erzählt zu werden.

Hier der Podcast zum Artikel, wenn sie lieber hören als lesen:

[asa_de]3955618188[/asa]

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Heike Stiegler
Klein, aber fein und alles mobile! Als Bloggerin, Podcasterin, Journalistin,Social-Media-Managerin und Coach steht Mobilereporting für Heike Stiegler an oberster Stelle. Auf DMM bekommt ihr Fragen rund um Mobilevideo, Mobilepodcast und Social-Mobile von ihr beantwortet.
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