Social Media Tools

Ist Buffer mit Respond eine gute Alternative zu Hootsuite?

Social Media Management-Tool Buffer Startseite

Seine eigenen aber auch fremde Inhalte über die verschiedenen Social Media-Kanäle zu verteilen, ist wichtig und gleichzeitig sehr zeitintensiv. Hierfür gibt es verschiedene Social Media Management-Tools, die dem User die Arbeit erleichtern erleichtern sollen.

In meinem Artikel Social Media-Posts zentral planen mit Hootsuite  habe ich Ihnen ausführlich beschrieben, wie Hootsuite funktioniert. In den letzten Wochen habe ich nun Buffer für Sie getestet und möchte Ihnen in diesem Artikel zeigen, wie dieses Tool arbeitet. Am Ende meines Artikels werde ich ein Fazit ziehen, ob Buffer für mich eine Alternative zu Hootsuite ist.

Buffer Pricing – Welche Preis-Modelle gibt es?

Gehen Sie auf die Buffer-Website und klicken Sie hierfür auf den Button „Pricing“, um sich zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt, Buffer zu nutzen.

Was kostet Buffer

Die kostenfreie Version „Individual Plan“

Derzeit verfügbare Plattformen (Stand: März 2015)

  • Facebook (Profil, Seite, Gruppe)
  • GooglePlus (Seite)
  • LinkedIn (Profil, Seite)
  • Pinterest (7-day-trial)
  • Twitter

In der kostenlosen Version können Sie pro Netzwerk ein Profil anlegen. Sie können also je ein Profil von Twitter, Facebook, Linkedin und Googleplus anlegen. Sollten Sie zwei Twitter-Profile verwalten oder eine Facebook-Seite und ein Facebook-Profil über Buffer verwalten wollen, funktioniert dies in der kostenlosen Version nicht. Es sei denn, Sie legen sich 2 Buffer-Accounts an.

Sie können bis zu 10 Social Media-Posts in der kostenfreien Variante zeitlich planen.

Für die kostenfreie Variante kann nur ein Nutzer freigeschaltet werden.

Upgrade „Awesome Plan“

Das Upgrade „Awesome“ bietet einige Möglichkeiten mehr. Es kostet 10 Dollar im Monat und dafür kann man bis zu 10 Social Media-Profile für Twitter, Facebook, LinkedIn, GooglePlus und Pinterest insgesamt über Buffer verwalten. Auch hier gibt es nur einen Nutzer für pro Buffer-Konto.

Bis zu 100 Social Media-Posts können zeitlich vorgeplant werden.

Sowohl in der kostenfreien als auch in der Awesome Version gibt es eine Browser-Extension von Buffer und eine App für Android und IOS. In der kostenfreien Variante gibt es keinen RSS Feed und auch keinen Kalender zum Planen des Contents.

In beiden Varianten gibt es allerdings ein Optimal Timing Tool und Link Shortening und Tracking.

Wenn man Buffer im Team nutzen möchte, zum Planen und Verwalten seiner Social Media-Posts, gibt es hier drei verschiedene Möglichkeiten. Die günstigste Variante beginnt bei 99 Dollar im Monat.

Für diesen Tool-Test habe ich die kostenlose Variante von Buffer genutzt.

So funktioniert Buffer

Bei Buffer registrieren

Buffer Social Login Maske

Als Erstes müssen Sie sich bei diesem Social Media Management-Tool registrieren und anmelden. Dazu klicken Sie bitte auf den Button „Get started for free“. Sie haben dann die Möglichkeit sich über Ihre E-Mail-Adresse zu registrieren oder auch die Social LogIns von Facebook, LinkedIn oder Twitter zu nutzen.

Nachdem Sie sich erfolgreich angemeldet haben, landen Sie in Ihrem Buffer Dashboard.

Das sogenannte Dashboard beim Social Media Tool Buffer

Wie Sie sehen, habe ich bisher nur meinen Twitter-Account mit Buffer verknüpft. Die Posts für meine Facebook-Seite plane ich weiterhin gerne über Facebook direkt. Das finde ich sehr komfortabel. Sie erinnern sich vielleicht, dass ich in meinem Hootsuite-Artikel geschrieben habe, dass es das Gerücht gibt, dass Posts über externe Sharing-Anbieter bei Facebook nicht so gut performen. Ich kann dies zwar nicht belegen oder widerlegen, aber da die Anzahl der zu verwaltenden Profile in kostenlosen Versionen begrenzt sind, plane ich meine Facebook-Posts gerne über Facebook. Es ist allerdings eine Überlegung wert, die Social Media-Posts seines Facebook-Profils über Buffer zu steuern, denn bei Facebook direkt gibt es z.B. keine zeitliche Planungsfunktion bei Profilen selbst.

Buffer mit anderen Social Media Accounts verbinden

Für den Buffer-Test habe ich noch meine Google-Plus-Seite (G+-Profil funktioniert nicht) mit Buffer verbunden. Klicken Sie hierfür auf den GooglePlus-Page Button und folgen Sie den Anweisungen. Sollten Sie mehrere GooglePlus-Pages verwalten, müssen Sie hier entscheiden, welche Sie über Buffer steuern möchten.

Nachdem Sie Ihre Social Media-Profile oder Seiten verknüpft haben, klicken Sie im oberen linken Bildschirmrand auf Dashboard und sie können nun Ihre Social Media-Posts schreiben und planen.

Social Media-Posts verfassen und planen

Auf der linken Seite des Bildschirms sehen Sie nun, welche Social Networks Sie mit Buffer verknüpft haben. In der Mitte des Bildschirms ist die Eingabe-Maske für Ihren Social Media-Post.

Planen Sie Ihre Beiträge mit Buffer ganz leicht vo

Es ist voreingestellt, dass der Posts automatisch an alle verknüpften Social Media-Accounts geschickt wird. Möchten Sie z.B. einen Posts nur in Ihre Twitter -Community posten, dann deaktivieren Sie per Klick bitte die anderen Accounts.

Achtung: Bitte bedenken Sie an dieser Stelle. Jedes Social Network funktioniert anders. Es empfiehlt sich daher sehr selten ein und denselben Social Media-Post in gleicher Form in alle verknüpften Social Networks zu schicken.

Wählen Sie das Netzwerk für den geplanten Beitrag auf Buffer aus

Nachdem Sie Ihren Post geschrieben haben, haben Sie nun die Möglichkeit zu entscheiden:

  1. Sofort zu veröffentlichen: der Post wird direkt veröffentlicht. Das ist besonders dann wichtig, wenn es sich im wichtige Informationen handelt, die JETZT rausmüssen.
  2. Als nächstes zu versenden: Der Post wird auf den nächsten Versandzeitpunkt gesetzt. Alle anderen bereits geplanten Posts rutschen einen Platz nach hinten
  3. Den Versandzeitpunkt exakt festzulegen.

Wenn Sie direkt auf den Buffer-Button klicken, landet der Post in der Buffer-Warteschlange. Er wird dann auf den nächsten freien Platz im Zeitplan gesetzt.

Wählen Sie auf Buffer die Zeit für den geplanten Beitrag aus

Unter dem Reiter „Schedule“ können Sie den Zeitplan festlegen, also zu welchen Zeiten und an welchen Tagen Buffer Ihre Social Media-Posts verschicken soll. Für jedes verknüpftes Social Media-Profil können Sie eigene Zeiten festlegen.

Alternativ kann man sogar in der kostenlosen Variante das von Buffer angebotene Optimal Timing Tool ausprobieren.

Hier legt man nun das Profil fest und wie oft von dort aus am Tag gepostet werden soll. Danach werden die optimalen Versandzeiten berechnet. Mit einem Knopfdruck kann man die alten Zeiten durch die neu errechneten ersetzen.

Unter dem Reiter „Analytics“ können Sie schauen, wie Ihre eigenen Social Media-Posts performed haben.

Buffer Analytics zeigt Ihnen die relevanten Werte zum einzelnen Beitrag

Sie haben hier sogar die Möglichkeit den Post zu rebuffern, also per Klick noch einmal zu verschicken.

Unter dem Reiter „Settings“ verbirgt sich noch der Bereich Link Shortening. Es ist immer empfehlenswert zu analysieren, wie die eigenen Social Media-Posts bei der Community ankommen. Nutzen Sie deshalb auf alle Fälle einen sogenannten Link Shortener. Das ist ganz einfach einmalig bei Buffer einzustellen und schon können Sie Ihre Analysen unter „Analytics“ verfolgen.

Buffer bietet Linkverkürzer, um den Beitrag zu optimieren

Ganz neu bei Buffer: ein neues Tool namens Respond

Buffer war bisher eher ein Scheduling-Tool zum Planen seiner Social Media-Posts in die unterschiedlichen sozialen Kanäle. Vor kurzem gab Buffer bekannt, dass es sich mit seinem neuen Tool „Respond“ in Richtung Kundenservice und Social Media-Monitoring öffnen wird.

Respond - Das Werkzeug für Kundenservice und Social Monitoring

Respond gibt es ähnlich wie Buffer in verschiedenen Preiskategorien.

Für Respond muss man sich neu anmelden, es funktioniert bisher nicht über die Buffer-Anmeldung. Im nächsten Schritt wird man gefragt, ob man einen Company Account oder einen Personal Account anlegen möchte. Respond trackt dann automatisch die @-Mentions für den verbundenen Account und sammelt die persönlichen Nachrichten. Sie werden dann aufgefordert Ihren Twitter-Account mit Respond zu verbinden. Respond erstellt dann ein zum Buffer-Dashboard separates Respond-Dashboard.

Das Respond Dahsboard

Im Dashboard werden Ihnen die letzten Interaktionen mit Ihrem Account angezeigt. Ebenso können Sie sich hier Ihre direkten Nachrichten (DM) anzeigen lassen. Im rechten Dashboard-Bereich haben Sie dann die Möglichkeit darauf zu reagieren, indem Sie auf den Tweet antworten, ihn retweeten oder liken. Sie haben ebenso die Möglichkeit auf den Tweet mit einer direkten Nachricht zu antworten oder eine interne Notiz zu machen. Auch das Antworten auf direkte Nachrichten, die Sie erhalten, ist einfach aus Respond möglich. Sollten Sie dem Account, der Sie erwähnt hat, noch nicht folgen, können Sie dies ebenso direkt hier in Respond tun.

Neue Tweets können Sie ebenso über Respond direkt verfassen, diese kann man hier allerdings nur sofort verschicken und nicht zeitlich planen, weshalb Sie dies sicherlich eher weniger nutzen werden und hier weiterhin das Buffer-Dashboard bevorzugen werden.

Vorteile

  • Intuitive Benutzerführung
  • Automatisches Errechnen der optimalen Versandzeiten je nach Plattform und auch nach Versandfrequenz
  • Das Dashboard ist sehr übersichtlich, da es „nur“ zum Planen von Social Media-Posts gedacht ist.

Nachteile

  • Nur wenige Social Networks stehen generell zur Auswahl. Nur ein Account pro Network in der kostenfreien Variante möglich. Wer z.B. Facebook Seite und Gruppe darüber verwalten möchte, muss den Awesome Plan buchen.
  • Nur 10 Posts sind in der kostenfreien Variante planbar. Wer wöchentlich oder sogar monatlich plant, stößt hier sofort an Grenzen.
  • Sobald mehrere Nutzer mit den Social Media-Accounts arbeiten sollen, fallen der Individual und Awesome Tarif heraus.
  • Die Benutzeroberfläche ist englisch.

Fazit

Sehr gut gefällt mir, dass Buffer für jeden Social Media-Account einen individuellen Versandzeitplan errechnet, um maximale Reichweiten und Interaktionen zu erreichen. Hier wäre es spannend zu beobachten, wie sich ein konsequentes Nutzen des Buffer-Zeitplans auswirkt.

Trotzdem hat mich Buffer in der kostenlosen Variante trotz seiner intuitiven Benutzerführung nicht ganz überzeugt. Mit nur 10 Posts, die ich vorausplanen kann, stoße ich sehr schnell an Grenzen, so dass es für mich nicht praktikabel ist. Selbst in der kostenfreien Hootsuite-Version habe ich hier mehr Möglichkeiten.

Mit Respond hat Buffer meiner Meinung nach ein bisher großes Manko ausgemärzt, denn bisher war es aus Buffer heraus nur möglich seinen eigenen Social Media-Posts zu planen. Mit Respond ist es nun möglich mit seiner Community zu interagieren und private Nachrichten zu schreiben.

Buffer wird mit Respond Hootsuite nun immer ähnlicher. Störend ist hier allerdings, dass man sich noch einmal gesondert für Respond anmelden und mit zwei verschiedenen Dashboards arbeiten muss. Bisher ist es auch nur möglich Twitter mit Respond zu verknüpfen, nicht aber z.B Facebook oder Google+. Hier bleibt es abzuwarten, wie sich dieses Tool weiterentwickelt, denn es befindet sich noch in der Beta-Phase.

Welches Social Media Management-Tool nutzen Sie? Sind Sie vielleicht total begeistert von Buffer? Dann würde mich interessieren, warum? Lassen Sie uns gerne diskutieren.

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Juliane Benad
Juliane Benad ist Internationale Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing und Social Media-Managerin. Sie arbeitet im Online Marketing eines Frankfurter Fachverlages und betreut hier u.a. die Social Media-Kanäle. Außerdem hat sie ihr eigenes Blog „www.juliane-benad.de“ auf dem sie über Social Media und deren Umsetzung schreibt. Ehrenamtlich berät Juliane Benad Vereine beim Aufbau ihrer Social Media-Präsenzen und Strategien.
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