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Abmahnungen aufgrund des Facebook Like Buttons

Facebook Abmahnung

Facebooks „Like“-Button immer mal wieder im Fokus zahlreicher Diskussionen. Namenhafte Unternehmen wurden vor kurzem vom Verbraucherschutz abgemahnt und stehen sich in gerichtlichen Auseinandersetzung gegenüber. In Deutschland gibt es da allerdings nur wenige Möglichkeiten, sich datenschutzkonform zu verhalten.

Wer wurde abgemahnt?

Wie die Seiten wbs-law, jurablogs und rdv-online bereits einstimmig berichteten, kam es zu insgesamt sechs Abmahnungen durch die Verbraucherzentrale NRW. Eventim und HRS sollen inzwischen erklärt haben, die beanstandeten Social-Media-Buttons auf ihren Webseiten nicht mehr zu verwenden. Mit den Unternehmen KiK und Nivea (Beiersdorfer) befände man sich seitens der Verbraucherzentrale in den Gesprächen bezüglich einer außergerichtlichen Einigung. Beim Webauftritt Fashion ID von Peek & Cloppenburg sowie Paypal wurden letztendlich Klagen bei den Landgerichten München und Düsseldorf eingereicht.

Was wurde kritisiert?

Im Speziellen wird die Datenerfassung über das individuelle Nutzerverhalten des Besuchers durch den „Like“-Button auf der entsprechenden Webseite kritisiert. Das Nutzerverhalten wird dabei automatisch von Facebook erfasst, wenn der Besucher den „Like“-Button nicht selbst aktiv nutzt, was durch entsprechende Cookies ermöglicht wird.

Die Verbraucherzentrale NRW vertritt hierbei die Auffassung, dass allein der Hinweis einer Datenweiterleitung an Facebook in den Datenschutzbestimmungen nicht ausreichend ist. Gemäß des deutschen und europäischen Datenschutzstandards ist die Weitergabe solcher Daten nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Nutzers gestattet.

Damit widerspricht die derzeit gängige Praxis dem deutschen und europäischen Datenschutzstandard, der eine Weitergabe stets nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Betroffenen erlaubt.

Welche Frage wird nun geklärt?

Aus rechtlicher Sicht stellt sich die Frage der  Verantwortlichkeit beim Datenschutz. Also ob die Betreiber von Webseiten durch die  Implementierung des „Like“-Buttons die Verantwortung des Datenschutzes übernehmen oder eine Art der Störerhaltung in Betracht gezogen werden kann. Dieses Thema ist derzeit noch umstritten und könnte nun gerichtlich entschieden werden.
Urteil zum Datenschutz zum Facebook Like-Button

Wie kann man nun die Risiken einer Abmahnung reduzieren?

Es ist nachvollziehbar, dass man sich als Webseitenbetreiber nun überlegt, wie man sich zukünftig am besten verhält. Dazu gab es verschiedene Meinungen in diversen Diskussionen:

  • Das Risiko einer Abmahnung eingehen und auf die bisherigen „Like“-Optionen setzen, bis eine eindeutige, gerichtliche und verbindliche Entscheidungen getroffen wurde.
  • Die Implementierung einer sogenannten 2-Klick-Lösung, in welcher die „Like“ und „Sharing“-Optionen erst durch den Nutzer aktiviert werden müssen. Damit kann sich allerdings nicht jeder anfreunden, weil diese Buttons unscheinbar (grau) gehalten sind und aus kognitiver Betrachtung vom Nutzer kaum wahrgenommen und damit verbunden seltener benutzt werden.

Auf dieser Webseite hat man sich ausdrücklich für den Einsatz des Plugins „Shariff Wrapper“ entschieden. Die Vorteile liegen damit beim Nutzer, da sein Surf-Verhalten geschützt wird. Zudem ist es möglich, sich in den Einstellungen auf eine Farbauswahl festzulegen, um dem tristen Grau eine attraktive Farbe zu geben. Darüber hinaus ist weiterhin nur ein Klick notwendig, um den Inhalt zu teilen.

Detailliertere Informationen über das Shariff-Plugin erhalten Sie in diesem Artikel von Heise.

Bild: pexels.com

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Sascha Tams
Sascha Tams ist Customer Service Manager, freiberuflicher Social Media Manager (ils) und offen gegenüber allen digitalen Themen. Seit 2008 beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Customer Service und Community Management.
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