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5 Social Media-Fehler, die Sie vermeiden sollten

Social Media Fehler

Jeder, der sich neu in das Thema Social Media einarbeitet, loslegt und seine Social Media-Kanäle mit Leben füllt, wird anfangs den einen oder anderen Fehler machen. Fehler sind menschlich. Sie möchten allerdings Erfolge mit Ihren Social Media-Aktivitäten erzielen und deshalb sollten Sie sich bewusst darüber sein, dass es besser ist, bestimmte Fehler nicht zu wiederholen oder einreißen zu lassen.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen fünf Social Media-Fehler vor und erläutern Ihnen kurz, warum es nicht gut ist, diese zu begehen. Dabei richten wir den Blick auf die Social Media-Welt im Allgemeinen und beziehen uns nicht auf ein konkretes Netzwerk.

Sie haben zu viele Social Media-Profile

Sie können nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Deshalb ist es wichtig am Anfang zu entscheiden, auf welchen sozialen Kanälen Sie präsent sein wollen. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Wer ist Ihre Zielgruppe und in welchem Netzwerk hält sich Ihre Zielgruppe auf?
  • Was wollen Sie mit Social Media erreichen? Und welches Netzwerk eignet sich am besten, um diese Ziele zu erreichen?
  • Wie viel Budget haben Sie für Ihr Social Media-Marketing?
  • Wie viel Zeit haben Sie, um Ihre Inhalte zu produzieren und auf den einzelnen Kanälen einzustellen?

Nichts ist schlimmer als auf allen Kanälen präsent zu sein, aber seinem Publikum nicht wirklich etwas zu bieten. Oder Sie sind in sämtlichen sozialen Netzwerken vertreten, aber Sie haben dort seit Wochen oder Monaten nichts gepostet weil…

  • Der Erfolg ausblieb (weil die Strategie fehlte)
  • Keine Zeit da ist
  • Der Social Media-Verantwortliche diesen Kanal nicht mag

Starten Sie lieber klein und nehmen Sie ein neues Netzwerk hinzu, wenn Sie merken, dass es Sinn macht und Sie auch die entsprechenden Kapazitäten (Zeit und Geld) vorhanden haben.

Sie pushen Ihre Inhalte in die Menge, ohne die Zielgruppe im Blick zu haben

Viele Menschen sind in den sozialen Medien unterwegs, weil sie unterhalten werden wollen. Lieblose Linkposts ohne einen persönlichen Hinweis, warum man sich diesen Link denn unbedingt anschauen sollte, werden übersehen, nicht geliked oder geteilt und werden deshalb sehr wahrscheinlich keinen Erfolg haben.
Stellen Sie sich immer die Frage: Was interessiert meine Zielgruppe? Welchen Mehrwert bietet dieser Post meiner Zielgruppe? Sie müssen und sollten nicht immer nur Ihre eigenen Inhalte sein. Manchmal ist es der Artikel / das Video, die Schritt-für-Schritt-Anleitung aus der Branchenpresse genau das, was Ihre Zielgruppe interessiert. Positionieren Sie sich mit Ihren Posts als Experte.

Sie reagieren nicht auf Kommentare, Sie löschen sogar unliebsame Kommentare

Social Media bedeuten Kommunikation und Dialog. Wir blasen unsere Inhalte nicht mehr nur noch heraus und wollen das Echo nicht hören. Nein. Wir möchten in ein Gespräch mit unserer Community einsteigen. Wir möchten Feedback erhalten für das neue Produkt, das wir gerade entwickeln und möchten unsere Fans vielleicht sogar in die Entstehung neuer Produkte mit einbeziehen. Hierzu muss man aber auch kritikfähig sein. Gerade kritische Kommentare geben wertvolles Feedback, direkt vom User. Sie erhalten hier ehrliches Feedback ohne großes Geld in die Hand nehmen zu müssen. Bedanken Sie sich auch bei kritischem Feedback und zeigen Sie sich wertschätzend gegenüber dem Kommentierenden.

Unliebsame Kommentare zu löschen, ist ebenso ein absolutes No-Go und kann erst recht dazu führen, dass es zur Eskalation kommt. Es gibt zwar immer wieder auch Gründe, warum man Kommentare löschen sollte, aber nur weil sie (sachlich) kritisiert werden, sollten Sie keinesfalls diese Kommentare löschen.  Dajana Hoffmann von socialmedia-hoffmann.de hat einen umfangreichen Artikel darüber geschrieben, wie Facebook-Seiten-Betreiber im negativen Kommentaren umgehen sollten.

Wer mit seiner Community nicht kommunizieren will, der sollte auch nicht in den sozialen Kanälen vertreten sein.

Sie posten automatisiert über alle Social Media Kanäle hinweg

Social Media kosten Zeit und nichts wäre schöner, wenn Sie einen gut formulierten Post direkt automatisch auf all Ihre Social Media-Präsenzen posten könnten. So leicht ist es aber nicht, denn jedes soziale Netzwerk verhält sich anders.

Während bei Facebook Posts mit 2 bis 3 Sätzen Länge gut funktionieren, haben Sie bei Twitter nur die bekannten 140 Zeichen, um Ihre Message zu klar zu machen. Während auf Facebook eher geduzt wird, sind die Businessnetzwerke Xing und Linkedin klassische Sie-Netzwerke. Nehmen Sie sich also die Zeit für Ihre Posts.

Sie haben keine Strategie und posten nur wenn Ihnen danach ist

Für jedes Netzwerk benötigen Sie nach Möglichkeit eine Strategie und einen Redaktionsplan. Dieser muss nicht in Stein gemeißelt sein. Aber Sie benötigen einen Leitfaden und eine Struktur, damit die Inhalte auch dann zur Verfügung stehen, wenn Sie sie benötigen.

Auf manchen Netzwerken reicht ein Post pro Tag oder sogar nur einige pro Woche. Bei anderen Netzwerken sollten Sie täglich mehrmals präsent sein z.B. auf Twitter.

Es ist nicht schlimm, wenn Sie mal nicht posten, aber in einer Woche jeden Tag mehrere Posts zu veröffentlichen und dann wochenlang wieder nichts von sich hören lassen, bringt Ihnen nichts.

Fazit

Es gibt einige Dinge, die Sie bei Ihrem Auftritt in den sozialen Medien falsch machen können. An dieser Stelle haben wir Ihnen fünf Stolpersteine vorgestellt. Aber es gibt natürlich noch einige mehr. Was ist Ihr persönliches Social Media No-Go in der Unternehmenskommunikation? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Weitere Artikel zum Lesen und Lernen:

Social Media im Kommunikations-Mix

Social Media: In 7 Schritten zu gutem Content!

Social Media-Strategie: In 5 Schritten zum Erfolg

Foto(s): Depositphotos – by photography33

Juliane Benad

Juliane Benad ist Internationale Betriebswirtin mit Schwerpunkt Marketing und Social Media-Managerin. Sie hat viele Jahre im Online Marketing eines Frankfurter Fachverlages gearbeitet und hat dort die Social Media-Kanäle mit aufgebaut. Heute arbeitet sie als Social Media Beraterin für Solopreneure und KMU „www.juliane-benad.de“ .

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